Aktuelles

Alpro Foundation Studentensymposium in Bernburg (Saale)

Added on
02 Dec 2019
Alpro Foundation Studentensymposium in Bernburg (Saale)

Am 24. Oktober fand das Studentensymposium der Alpro Foundation an der Hochschule Anhalt in Bernburg statt. Dieses Jahr gliederte sich die Veranstaltung ein in die achte „Future of Food“-Tagung der Hochschule. Unter dem Motto „Feed the World“ hatte sie verschiedene Sprecher eingeladen, um zu beleuchten, wie sich die aktuelle Welternährungssituation darstellt und welche Ansätze es für ein nachhaltigeres Ernährungssystem gibt.

Im Auftrag der Alpro Foundation sprach Prof. Dr. Markus Keller, Gründer und Berater des Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) und Leiter des Studiengangs Vegan Food Management an der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM). In seinem Vortrag „Klimaschutz mit Messer und Gabel - Kann pflanzenbasierte Ernährung unseren Planeten retten?“ ging er zunächst auf den weltweiten ökologischen Fußabdruck ein, der mit den vorhandenen Ressourcen des Planeten derzeit nicht vereinbar ist. Im Anschluss stellte er u.a. dar, wie hoch der Anteil der Ernährung an den Treibhausgasemissionen in Deutschland ist, und stellte verschiedene Lebensmittelgruppen gegenüber. Hierbei wurde deutlich, dass pflanzliche Lebensmittel bezüglich ihrer CO2-Bilanz deutlich besser abschneiden und tierische Produkte die Hauptverursacher von Treibhausgasen im Ernährungssektor sind. Das CO2-Einsparpotenzial durch Änderung unseres Ernährungsverhaltens erläuterte Prof. Dr. Keller anhand verschiedener Studien und Untersuchungen. Schließlich war auch noch der Wasser- und Flächenverbrauch bei der Produktion von Lebensmitteln Thema, die beide ebenfalls bei tierischen Lebensmitteln um ein Vielfaches höher sind, als bei pflanzlichen. Als letzten Punkt griff Keller in seinem Vortrag die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzenbetonten Ernährung auf und ging auf die Ergebnisse des EAT Lancet Reports ein, der Anfang des Jahres veröffentlicht wurde. Hierin haben sich rund 40 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten mit der Frage beschäftigt, wie sich die wachsende Weltbevölkerung ernähren müsste, um sich gleichermaßen gesund sowie innerhalb der natürlichen Grenzen unseres Planeten – also nachhaltig – zu ernähren. Auch diese Studie zeigt, dass eine Verschiebung hin zu einer pflanzenbetonten Kostform notwendig ist.

Weitere Vorträge an diesem Tag beschäftigten sich mit Landwirtschaftsprojekten in Afrika im Rahmen der Entwicklungsarbeit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), mit Insekten als alternative Proteinquelle, mit Möglichkeiten zur Verbesserung von Wertschöpfungsketten sowie mit Projekten zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen.